Outbound-Prozess

Der Outbound-Prozess setzt sich aus zwei parallel ablaufenden Arbeitsprozessen zusammen: Dem qualitativen und dem quantitativen Prozess.

Der qualitative Prozess

Im qualitativen Prozess geht es prinzipiell um das Verständnis und die Einschätzung der Patenttechnologie. Hierfür wird das Patent so aufbereitet, dass einerseits die zugrunde liegende Technologie des Patents verständlich ist und andererseits dessen Marktwert und Marktrelevanz bestimmt werden kann, wodurch Interessenten eine umfassende Übersicht erhalten. Dies ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg der Kommerzialisierung eines Patents.

Der quantitative Prozess

Im quantitativen Prozess wird grundsätzlich die Frage beantwortet, welchen Unternehmen ein Kaufangebot mit Informationen über das Patent unterbreitet werden soll. Hierfür wird eine Tabelle mit allen Firmen, deren Patente sich in derselben „International Patent Classification“ (IPC) befinden, erstellt. Unter dem Begriff IPC versteht man ein Klassifizierungssystem, das den Inhalt von Patenten einheitlich und hierarchisch ordnet. Aus der Tabelle werden nach den Kriterien „Anzahl der Patente dieser IPC“ und „Anzahl der Patente dieser IPC pro insgesamt gehaltene Patente“ die 100 bis 150 wichtigsten Firmen ausgewählt. Beachtet werden muss, dass nur Mutterunternehmen und keine Tochterunternehmen gelistet werden.